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Energiespeicher und Erneuerbare Energien im System

Immer mehr PV Kraftwerke zusammen mit Großspeichern

Solar- und Windstrom werden immer preiswerter und sind bereits dabei, fossile Energieträger zu verdrängen. Viele aktuelle Studien belegen die rasante Entwicklung – darunter erst im November 2018 das aktuelle LCOE (Levelized Cost of Electricity) Update der Analysten von Bloomberg NEF. Der Report nimmt halbjährlich die Entwicklung der Stromgestehungskosten für die wichtigsten Energiequellen und Batteriespeicher unter die Lupe. Das Ergebnis: Im zweiten Halbjahr 2018 sind Photovoltaik und Windkraft weltweit zu den günstigsten Energiequellen in allen wichtigen Volkswirtschaften geworden – Ausnahme ist Japan.  Auch in China und Indien, wo lange Zeit die Kohle noch die günstigste Energiequelle war, sind Photovoltaik und Windkraft nun vorbeigezogen. Schon jetzt werden international mehr als 120 Milliarden US-Dollar jährlich in die PV investiert. Ehrgeizige Ausbauziele in vielen Ländern der Welt befeuern die Entwicklung zusätzlich. So will Spanien seine Stromversorgung bis 2050 zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien umstellen.

Sinkende Preise treiben die Märkte

Die positive Entwicklung der Photovoltaik wird begleitet von einem wachsenden Markt für Energiespeicher, der ebenfalls von sinkenden Preisen profitiert. Nach den aktuellen Zahlen aus dem „Annual Forecast“ von Bloomberg NEF werden die sinkenden Kosten für Batteriespeicher bis 2040 Investitionen von 620 Milliarden US-Dollar auslösen und der weltweite Energiespeichermarkt wird bis 2040 auf kumuliert 942 GW (Gigawatt) beziehungsweise 2.857 GWh (Gigawattstunden) wachsen. Der Report geht dabei davon aus, dass nach den Preissenkungen der letzten Jahre der Preis für Großspeicher bis 2030 um weitere 52 Prozent sinkt.

Für Industrie und Investoren ergeben sich daraus gewinnbringende Optionen für die Kombination aus PV-Kraftwerken und Speichern. Dass sich diese rechnen, zeigen nicht nur zahlreiche Projekte in aller Welt, sondern auch aktuelle Anlageprodukte, wie beispielsweise Festzinsanleihen, mit deren Einnahmen Großspeicher realisiert werden.

Großspeicher kombiniert mit PV Kraftwerken – spannende Projekte weltweit

Ganz aktuell ist beispielsweise das erste städtische Batteriespeicher-Projekt in Großbritannien, das kürzlich in der Grafschaft West Sussex umgesetzt wurde. Der deutsche Batteriespeicher-Hersteller Tesvolt hat für den Solarpark Westhampnett einen 4,4-MW-Hochvoltspeicher geliefert, der zusammen mit dem 7,4-MW-Solarpark das Stromnetz stabilisieren soll. Die Kommunalverwaltung als Eigner des Projekts plant mit Netzdienstleistungen als Geschäftsmodell. Denn die Anlage ist laut den Verantwortlichen eine der ersten in Großbritannien, die mit Batteriespeicherung und ohne staatliche Fördermittel gebaut wurden.

Auch der italienische Stromversorger Edison hat kürzlich eine PV-gekoppelte Speicherlösung mit 500kW beziehungsweise 822 kWh in Süditalien umgesetzt. Laut Edison soll das Projekt dazu beitragen, die zeitliche Verfügbarkeit des Solarstroms auszuweiten und gleichzeitig die Eignung solcher Speichersysteme für andere Netzdienste zu prüfen. Ebenfalls in diesem Jahr hat der chinesische Batterie- und Automobilhersteller BYD sein erstes Energiespeicherprojekt auf dem polnischen Markt in Betrieb genommen. Das 1,26 MW beziehungsweise 2,52 MWh-Lithium-Ionen-System ist mit einem 1 MW-PV-Kraftwerk gekoppelt und dient dazu, Lastspitzen auszugleichen und das Netz zu stabilisieren.

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Compare and Contrast: An Open Discussion of Real-World Implementation

Immer mehr PV Kraftwerke mit Großspeichern

Foto:Greencells